Brücke-Museum, Berlin, Offener Wettbewerb, Anerkennung
Wir freuen uns über die Anerkennung im Offenen Wettbewerb für die Erweiterung und Sanierung des Brücke Museums in Berlin.
Nach dem Prinzip „Fitting in / Standing out“ versteht sich der Neubau als zeitgemäße Weiterentwicklung des Brücke-Museums. Er fügt sich selbstverständlich in das Ensemble der ineinander verschachtelten Ausstellungsvolumen Düttmanns ein und verleiht dem Ort zugleich durch eine klare und prägnante Architektur eine neue Identität.
Ausgangspunkt des Entwurfs ist die Transformation der charakteristischen kubischen Formsprache Düttmanns in ein hochskaliertes Volumen. Der Neubau respektiert die Qualitäten des Bestands und entwickelt gleichzeitig einen eigenständigen architektonischen Ausdruck.
Die räumliche Ordnung basiert auf dem konsequent fortgeführten 2,50-m-Raster Düttmanns. Daraus entsteht ein klar gegliederter, quadratischer und kompakter Baukörper. Die architektonischen Prinzipien des Bestands werden aufgegriffen und zeitgemäß weiterentwickelt: Gut proportionierte Ausstellungsräume mit gezielt inszenierten Blicken in den Park sowie ein um einen zentralen Hof organisierter Rundgang schaffen Orientierung, fördern einen intuitiven Besucherfluss und ermöglichen abwechslungsreiche Raumerlebnisse.
Die kleinteiligen Ausstellungskabinette des Bestands werden durch großzügige neue Räume für zeitgenössische Ausstellungsformate ergänzt. Unter der Leitidee „So einfach wie möglich, so viel wie nötig“ entsteht ein kompakter und effizienter Baukörper, der das denkmalgeschützte Ensemble stärkt und ihm eine ausgewogene neue Silhouette verleiht.
Der teilweise Rückbau der Erweiterung von 1985 dient der Verbesserung der funktionalen Abläufe und der Wiederherstellung klarer räumlicher Zusammenhänge. An ihre Stelle tritt eine Architektursprache, die die Grundgedanken Düttmanns aufnimmt und in die Gegenwart übersetzt. So entsteht ein identitätsstiftender Beitrag für die Zukunft des Brücke-Museums und des kulturellen Campus im Zusammenspiel mit dem Kunsthaus Dahlem.
Im Zentrum des Konzepts steht die behutsame Stärkung des ursprünglichen Düttmann-Baus. Durch wenige präzise Eingriffe werden seine architektonischen Qualitäten freigelegt und die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Museums geschaffen.